Das Verdauungssystem

Verdauungssystem beim Pferd Das Verdauungssystem dient der Nahrungsaufnahme, d.h. der mechanischen, biologischen und chemischen Zerlegung der Nahrung, sowie der Absorption der wichtigen Nährstoffe und der Ausscheidung des Unverdaulichen. Das Pferd nimmt über die Lippen, die Zunge und die Schneidezähne Nahrung auf. Die Backenzähne zermahlen das Futter. Für die Kauarbeit sollte das Pferd genügend Zeit bekommen, damit die Backenzähne gleichmäßig abgenutzt werden.
 Für die Abnutzung ist vor allem die Struktur des Futters verantwortlich. Rauhfutter hat eine erhöhte Struktur und bedarf einer längeren Kauzeit als Kraftfutter (Hafer,Pellets). Von der Dauer der Kauzeit hängt auch die Produktion des Speichels ab, der den Speisebrei geschmeidig macht und den sauren Mageninhalt neutralisiert.
 (2) Die Speiseröhre ist ein mit Schleimhaut ausgekleideter Muskelschlauch der den Speisebrei abtransportiert und in dem drüsenlosen Magen endet. Ein kräftiger Schließmuskel ( Kardia) verhindert bei gefüllten Magen den Rückfluß des Speisebreis in den Schlund (deshalb können Pferde nicht erbrechen).
 (3) Der Magen liegt weit vorne und wird von den Rippen geschützt, sein Fassungsvermögen beträgt ca. 15 l, was relativ klein ist. An der Mündungsstelle des Schlundes befindet sich der drüsenlose Teil, hier können sich Keime die mit dem Futter aufgenommen wurden vermehren und es findet eine mikrobielle Umsetzung von Zucker und Stärke statt. Bei stark keimbelasteten Futtermitteln kann es zu einer Fehlgärung kommen. Im drüsenhaltigen Teil des Magens wird der Magensaft produziert. Dieser enthält Salzsäure und das Enzym Pepsinogen. Die Salzsäure hat die Aufgabe den ph-Wert zu senken und es entsteht ein stark saures Milieu, das die Keime abtötet. Außerdem wird wird die Enzymvorstufe Pepsinogen zu dem Enzym Pepsin, welches für die Eiweißverdauung zuständig ist. Die Motorik des Magens durchmischt den Nahrungsbrei und transportiert ihn ab.
Magen des Pferdes1.Mageneingang + Schlund
2.drüsenloser Blindsack
3.Fundusdrüsenzone
4.Pylorusdrüsenzone
5.Magenausgang

(4) Ist der Dünndarm des Pferdes, welcher die Verdauung leichtverdaulicher Nährstoffe übernimmt und ist der Ort an dem die Grundbausteine über die Darmschleimhaut in den Blutkreislauf gelangen. Er ist ca. 24 m lang und wird in den Zwölffingerdarm, den Leerdarm und den Hüftdarm geteilt. Der Zwölffingerdarm ist ca. 1 m lang und in diesem Darmabschnitt münden die Ausgangsdrüsen der Leber und Bauchspeicheldrüse. Der Stoff den die Bauchspeicheldrüse produziert ist für die Neutralisation des sauren Magensaftes zuständig und sorgt für die Abgabe von Enzymen für die Eiweiß-,Fett- und Kohlenhydratverdauung. Die Gallenflüssigkeit der Leber sorgt dafür das Fette gleichmäßig verteilt werden, damit sie für die fettverdauenden Enzyme zugänglich sind. Der Dünndarm ist mit einer Schleimhaut ausgekleidet die viele Darmzotten besitzt. Hier werden die Grundbausteine der Nährstoffe aufgenommen und auf dem Blutweg an die Leber weitergegeben.
 Der letzte Dünndarmabschnitt ist der Hüftdarm, dieser transportiert durch seine muskulöse Darmwand den Nahrungsbrei in den Blinddarm. Der Dickdarm wird geteilt in den (5) Blinddarm, den (6) Grimmdarm und den (7) Mastdarm. Im Blinddarm und im großen Grimmdarm findet der mikrobielle Aufschluss der Rohfasern statt. Außerdem produzieren hier die Darmbakterien Vitamin C, Vitamin K und Vitamine aus dem B-Komplex. Im kleinen Grimmdarm wird dann weiter Wasser entzogen und es findet die Kotformung statt, dieser wird dann im Mastdarm abgesetzt.
 Auch Leber und Niere gehören zum Verdauungssystem.
Die Leber ist die größte Drüse des Körpers und hat viele Funktionen. So trägt sie zur Regulierung des Kohlenhydratstoffwechsels bei, speichert Glykogen, reguliert den Fettstoffwechsel, trägt zum Auf- und Abbau von Eiweißstoffen sowie der Harnstoffbildung bei, speichert verschiedene Vitamine und Mineralien und hat eine Entgiftungsfunktion für verschiedene Stoffwechselprodukte. Die Niere dient der Ausscheidung von Giften und anderen Stoffwechselprodukten. 
 
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