Doping „ The never ending story"

Doping im Pferdesport ist das Thema, das seit Wochen und Monaten heiß diskutiert wird und an dem sich die Geister scheiden. Schon 2008 nach den Olympischen Spielen in Hongkong wurden unter anderem die Dopingfälle von Christian Ahlmann, Rodrigo Pessoa und noch einige Weitere bekannt. Der Pferdesport ging durch die Presse, es gab sogar Fernsehsender die drohten keine Pferdesportveranstaltungen in der Zukunft zu übertragen, wenn nichts passiert. Schließlich wurde eine Aktion „Sauberer Sport" gestartet, bei der fachkundige Kommissionen beteiligt waren, um die Zukunft des Sports zu sichern. Am 20. Oktober 2009 ist eine Liste herausgegeben worden die 1003 Substanzen verbietet, dass sind Substanzen die keine heilende Wirkung haben , sondern nur leistungssteigernd sind und jetzt für Pferde gar nicht mehr zugelassen sind. D.h. wird hier jede noch so kleine Substanz gefunden kommt es zum Dopingfall. Außerdem wurden noch 82 Substanzen und Wirkstoffe aufgeführt, die zum Turnier verboten sind aber die zwischen den Wettkämpfen durchaus erlaubt sind. Die Verantwortung, dass das Pferd zum Wettkampf frei von solchen Stoffen ist, trägt der Reiter selbst, sollte ein Rest nachgewiesen werden gibt es zwar eine Strafe oder eine Sperre aber kein Verfahren. Am 13. November 2009 erhalten die Verbände kurz vor der Generalversammlung in Kopenhagen per email eine neue Liste, die „Progressive List". Auf dieser Liste fehlen einige Entzündungshemmer und Schmerzmittel , d.h. sie sind unbegrenzt erlaubt. Bei anderen Substanzen wurde die Obergrenze so hoch gesetzt, dass sie unbegrenzt eingesetzt werden können. So zum Beispiel das Medikament Phenylbutazon, es wurde in den 90er Jahren verboten, nicht ohne Grund, denn damit können selbst akute Lahmheiten überdeckt werden. Das gleiche gilt für Salicylsäure ( Aspirin), welches bei Fieber und Infekten verabreicht werden kann, oder auch Flunixin das ähnlich wie Phenylbutazon wirkt. Die Liste wird nun heiß diskutiert, viele sind dagegen, trotzdem bekommt diese Liste bei der Abstimmung in Kopenhagen 5 Stimmen mehr. Sprachlosigkeit herrscht bei vielen Europäern, verstößt diese Liste doch in vielen Ländern gegen das Tierschutzgesetz. Viele Turnierveranstalter sind besorgt und fragen sich wie sie in Zukunft noch Turniere veranstalten sollen, können sie einen unter diesen Bedingungen stattfindenden Sport dem Publikum kaum noch verkaufen, Sponsoren wenden sich ab und der Veranstalter kommt mit dem Gesetz in Konflikt. Etwas Schlimmeres könnte unserem Sport wohl kaum passieren. Die „Progressive List" sollte zum 1.01.2010 in-Kraft-treten, wurde jedoch bis 05.04.2010 verschoben.


 
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