Interview mit Andre Thieme


Vom 13. bis 16. Mai 2010 findet das Deutsche Derby statt. Andre  Thieme

Als Sieger 2007 / 2008 und Vorjahres Dritter sind Sie einer der Top Favoriten, werden Sie auch dieses Jahr um den Derbysieg kämpfen?

Auf jeden Fall werde ich um den Sieg kämpfen, aber es ist nicht leicht, denn es starten auch dieses Jahr viele Topreiter und Derbyspezialisten mit sehr guten Pferden, sodass es für mich nicht selbstverständlich ist platziert zu sein oder sogar den Sieg zu erringen

Was ist für Sie das Besondere am Hamburger Derby?

Der Nervenkitzel und vor allem die vielen Zuschauer, die jeden Reiter von Hindernis zu Hindernis begleiten und bejubeln, das ist wirklich einzigartig. Außerdem ist es ein Kultspringen, mit besonderem Stellenwert und Tradition.

Wie kam es zu Ihrem ersten Derbystart?

Bereits als Kind habe ich das Hamburger Derby im Fernsehen verfolgt und wie viele andere davon geträumt einmal selbst mitzureiten. Durch Zufall hatte ich später ein Pferd Namens Neander, das sich für das Derby eignete und so kam es zu meinem ersten Derbystart.

Das Derby ist immer relativ früh im Jahr, wie bereiten Sie sich auf den Start in die grüne Saison vor?

Narcorde wird speziell auf das Hamburger Derby vorbereitet. Das Training beginnt dann 2-3 Monate früher als normal. Meine Trainingsschwerpunkte sind vor allem Kondition, viel Galoppstrecken und Krafttraining.

Wie bereiten Sie sich und Ihr Derbypferd auf dieses Ereignis vor und welche Rolle spielt das Training über Derbyhindernisse in Passin?

In den ersten Jahren war das Training über den nachgebauten Derbyparcours sicher der Schlüssel zum Erfolg. Denn so konnten wir verschiedene Situationen im Parcours nachstellen und trainieren. Inzwischen ist Narcorde so gut mit dem Derbyparcour vertraut, dass ich mit ihm nicht mehr vermehrt einzelne Hindernisse trainieren muss, sondern vermehrt an Kondition und Kraft arbeite.

Bauen Sie schon ein Nachwuchspferd fürs Hamburger Derby auf?

Dadurch das Narcorde noch so fit ist, stellt sich die Frage für mich derzeit nicht. Ich habe zwar das ein oder andere Pferd, bei dem ich mir vorstellen könnte, dass es die Besonderen Eigenschaften eines Derbypferdes mitbringt, aber ein konkretes Nachwuchspferd habe ich nicht.

Was muss Ihrer Meinung nach ein Pferd mitbringen um beim Hamburger Derby erfolgreich zu sein?

Ein Derbypferd muss schon besondere Eigenschaften haben. Es muss mutig und entschlossen sein, über genügend Ausdauer und Kraft verfügen und letzendlich den nötigen Kampfgeist mitbringen um beim Hamburger Derby erfolgreich zu sein.

 

Welche Pferde haben Sie in Ihrer Laufbahn besonders beeindruckt bzw. liegen Ihnen besonders am Herzen?

Kingston fällt mir da sofort ein, das war ein holländisches Pferd, mit dem ich meine ersten internationalen Erfolge erzielte. Aber auch Neander, mit dem ich mein erstes Weltcupspringen gewann und den ersten Nationenpreis für Deutschland reiten durfte.

Sie sind Träger des Goldenen Reitabzeichens in der Dressur, danach haben Sie sich sofort dem Springsport gewidmet. Wie schnell fanden Sie Anschluss an die Schwere Klasse?

Sehr schnell, da ich vielseitig ausgebildet wurde und nebenbei schon immer Springen geritten bin. Schon in der Sportschule ritt ich ein S-Springpferd des Landgestüts Redefin und nahm an schweren Springen teil. Ich wurde sofort Deutscher Vizemeister im Springen. Und bekam mit 19 Jahren auch das Goldene Reitabzeichen im Springen verliehen.

Wer hat Sie bisher als Trainer begleitet und begleitet Sie noch?

In der Dressur natürlich mein Vater Michael Thieme. Erste Ausbilder in Redefin waren Rolf Günther aber auch Holger Wulschner und Heinz Schulenburg haben mich in meiner Laufbahn begleitet.

Haben Sie ein Vorbild im Reitsport?

Für mich sind Marcus Ehning und Ludger Beerbaum, die absoluten Profis hinsichtlich des Sports, aber auch in Bezug auf das gesamte Management.

Das Derby ist traditionell der Start der Riders Tour, planen Sie weitere Starts in der Riders Tour?

Da bin ich mir selbst noch unsicher und möchte erstmal abwarten, wie das Derby läuft. Als Pferd kommt da nur Aragon Rouet in Frage, aber ob ich mit einem Pferd die ganze Tour reite, da bin ich mir noch nicht sicher.

Ihr Sponsor die German Horse Pellets GmbH ist ebenfalls Sponsor beim Derby in Hamburg. Welche Rolle spielt das für sie? Stellt es einen besonderen Reiz für sie gerade auf solchen Turnieren gut zu sein?

Natürlich bin ich bei solchen Turnieren besonders motiviert gut abzuschließen und erfolgreich zusein, vor allem weil German Horse Pellets GmbH mein Hauptsponsor ist.

Streuen sie Ihre Pferdeboxen auch mit German Horse Pellets Produkten ein?

Ja, ich bin Nutzer der Produkte von German Horse Pellets GmbH und sehr überzeugt von den Produkten.

Welches dieser Produkte bevorzugen Sie und Ihre Pferde?

Ich nutze vermehrt German Horse Span, dieses Produkt zeichnet sich durch eine hohe Saugfähigkeit aus und besitzt viel Volumen.

Außerdem legt German Horse Pellets sehr viel wert auf die Reduzierung der Staubentwicklung und stellt staubfreie Produkte her. Hier merkt man eben, dass die Entwickler selbst Pferdeleute sind. Von Pferdleuten Für Pferdeleute.

 

Interview geführt von Erik Lehmann

 
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