CSI Neustadt/ Dosse 2011
Freitag, den 28. Januar 2011 um 19:43 Uhr

 

Vom 20. bis 23.01.2011 fand zum 12. Mal das CSI in Neustadt / Dosse statt. Reiter aus insgesamt 18 Nationen gingen hier an den Start. Die Prüfungen begannen am Donnerstag mit einem A-Springen für 5-jährige Pferde, das der Stalypsosohn Stationär vorgestellt von Heiko Brehmer gewann. Zweiter und vierter wurden hier die Hengste Arctos und Ascoto, beide von Askari abstammend. Im zweiten Springen, einer Springprüfung der Klasse L, gewann die Cellestialstute Cathy H unter Steffen Krehl, gefolgt von Askido unter Siegmar Stroehmer. Die Plätze 5 und 6 belegten Carisma und Cemona ( beide von Cellestial). Betrachtet man diese beiden Prüfungen, so fällt besonders auf, dass die Vererber Askari und Cellestial mit ihrer Nachzucht auf dem Vormarsch sind. Beide Hengste geben ihren Nachkommen das gewisse Etwas mit, was sich jeder Parcourreiter wünscht. Dazu zählen Vorsicht, Springmanier und Vermögen genauso, wie Wendigkeit und gutes Galoppiervermögen. Die Nachkommen stellten dies eindrucksvoll unter Beweis, indem in beiden Prüfungsfeldern keine einzige Stange fiel, von Pferden die einen dieser beiden zum Vater hat.

 

 

 

Am Nachmittag begannen dann die Springen der Amateur-Tour (Bronze, Silber und Gold). In der ersten Tour bis 1,15m gewann Pia-Luise Distel mit Carodette Z v. Carthago, die sich auch das zweite Springen bis 1,25m, allerdings mit Tinette v.Carnute, sicherte. Im Springen bis 1,40 gewann Hauke Kröger mit Casco v. Casco, der seine Grundausbildung im Brandenburgischen Groß Schönebeck bei Stefan Böse genoß. Schön zu sehen, wie sich manche Pferde entwickelt haben.

Das den Junioren / Junge Reiter vorbehaltene Springen der Stoof Junior-Future Tour gewann Anna Jürgens mit ihrem Levistosohn Levado. In diesem Springen war der Cellestialsohn Cellestian (Halbbruder zu Andre Thiemes Erfolgspferd Magnus) mit am Start. Er wurde von Max Hilmar Borchert vorgestellt. Vier Fehler waren das Resultat, was ihm letztendlich den 19. Platz einbrachte. In der anschließenden Youngsterprüfung für 7-jährige Pferde waren 5 Nachkommen des Cellestial am Start. Hier gewann Simone Wettstein mit Concilla von Convoi. Auf den 4.Platz landete Carimo, Platz 14 ging an Chap, Platz 19 an Cellestino, 20 an Coco Chanell, 21 an Canevaro. Alle diese Pferde stammen ab von Cellestial und waren Null, lediglich der Cellestialsohn Casting hatte zwei Abwürfe.

Am späten Abend folgte die erste internationale Sprinprüfung der Klasse S bis 1,40m. Hier gewann Felix Haßmann mit Horse Gym´s Kira. In diesem Springen war der Cellestialsohn Casanova, geritten von Matthias Granzow am Start, der zwei Abwürfe und einen Zeitfehler kassierte, am Start. Der Freitag begann mit der Youngstertour für 8-jährige Pferde. Hier gewann Clarissa Crotta (Schweiz) mit Synderella v. Stakkato. Colett v. Cellestial unter Maik Junghänel erreichten hier einen hervorragenden 4.Platz. Anschließend waren wieder die Springen der Bronze, Silber und Gold-Tour ausgeschrieben. Das 1,15m-Springen sicherte sich hier der Veranstalter Herbert Ulonska selbst, mit seinem routinierten Landsturm v. Landrebell. Beim Springen bis 1,25m gewann, wie am Vortag, Pia-Luise Distel mit Tinette. Im 1,40-er Springen gewann Joseph-Jonas Diestel mit T-Star Z. Das internationale Springen bis 1,45m am Nachmittag gewann Mario Stevens mit Romulado v. Kojak. Hier unterlief dem Cellestialsohn Casanova lediglich ein Abwurf, was im Endeffekt leider nur für Rang 50 ausreichte. Das Youngsterspringen für 7-jährige Pferde war wieder mit etlichen Cellestialnachkommen gespickt. Hier gewann Emilie de Diamant AS, abstammend vom der Zeit immer mehr an züchterischer Bedeutung gewinnenden Diamant de Semilly, unter dem Belgier Jan Vinckier. Auf Platz 7 landete Chap, auf 9 Cellestino, auf 10 Canevaro, alle ohne Fehler. Casting, Coco Chanell und Carimo hatten jeweils einen Abwurf, wobei für Carimo noch ein Zeitfehler dazukam. Das Barrieren-Springen konnte Michael Kölz mit Lewinski v. Lancer III für sich entscheiden.

Am Samstag begannen die Prüfungen mit einer nationalen Springprüfung der Klasse A, die vorwiegend den Schülern der Gesamtschule Neustadt / Dosse vorbehalten war, die am Unterricht „Schule und Reiten" teilnehmen. Hier gewann Lea Girbig mit der Saccorstute Selina. Die anschließende Bronze, Silber und Gold-Tour verlief folgendermaßen. Im 1,15m-Springen, 1. Platz an Hauptsponser Stefan Unterlandstättner von der DKB mit Ladonna S von Lordanos. Im 1,25m-Springen gewann wieder einmal Pia-Luise Distel mit Tinette und im 1,40m-Springen Sonja Bolz mit dem Toulon-Nachkommen Roulon van het Spaans Kwartier. Im DKB-Preis einer internationalen Springprüfung bis 1,50m siegte Franz-Joseph Dahlmann jr. mit dem Sohn des Apache d´ Adriers, Lifou. Der Stute Cassiopeier v. Cellestial (Dritte der DKB-Riders Tour 2010) unterlief leider ein Springfehler, so dass sie auf dem 12. Rang landete. Das danach stattfindende Springen, für 8-jährige Youngster, gewann Vinchster PKZ v. Hartbreaker unter Toni Haßmann. Hier kam die Cellestialtochter Colett auf einen ebenfalls erfolgreichen 6.Platz. Am späten Abend fand eine Zeitspringprüfung der Klasse S (1,40 m) statt. Hier konnte der Schwede Douglas Lindelöw mit Balahe v. Baloubet de Rouet den Sieg erringen.

Am Sonntag begannen die Junioren in einer Springprüfung der Klasse L, wo sich Tom Schewe mit Sambuco Junior von Sambuco den Sieg sicherte. Im anschließenden Finale der Youngstertour für 7-jährige Pferde gewann wiederum Jan Vinckier mit Emilie de Diamant AS. Cellestino und Canevaro blieben hier Null und landeten auf die Plätze 3 und 10. Carimo unterlief ein Springfehler und Casting beendete mit 8 Strafpunkten den Parcours. Bei den 8-jährigen gewann der Contendersohn Contero unter Cassio Rivetti (Italien). Hier belegte Colett trotz eines Springfehlers noch Rang 12. Im Großen Preis von Lübzer Pils gewann Nisse Lüneburg mit Calle Cool von Concerto II, der in der Vergangenheit von Carsten Otto Nagel geritten wurde.Cassiopeia unterlief ein Springfehler und Casanova war mit 13 Fehlern ebenfalls nicht mehrunter den Platzierten. Gesamt betrachtet bleibt jedoch festzustellen, dass dieses Wochenende ganz im Namen einesimmer mehr in den Vordergrund tretenden Hengstes steht. Der Hengst Cellestial zeigte hier eindrucksvoll, dass mit seinen Nachkommen für die Zukunft zu rechnen ist. Denn diese Nachkommen, die sich hier zeigten stammen aus der Zeit, als die Bedeckungszahlen dieses tollen Hengstes noch überschaubar waren. Ich denke hier wächst ein Hauptvererber heran, der die internationale Konkurrenz an großartigen Deckhengsten nicht scheuen braucht. Das Schöne daran ist, dass dieser Hengst in den Neuen Bundesländern (Station Heiko Schmidt; Neu Benthen) steht und somit auch die Springpferdezucht in Ostdeutschland immer mehr an Einfluß gewinnen wird. Mit Kolibri, Askari und Levisto begannen die ersten Veränderungen in dieser Region und mit Cellestial werden hier neue Maßstäbe gesetzt. Mit Spannung werden deshalb die diesjährigen Bundeschampionate erwartet, ob es Cellestial gelingt, solche Akzente zu setzen, wie Cornet Obolenski in den Jahren zuvor.

 
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