Zucht
Holsteiner Körung PDF Drucken E-Mail

39 .Holsteiner Körung

Am 28.-31.Oktober 2009 fand in der Holstenhalle Neumünster die alljährliche Hengstkörung statt. Die Holstenhalle war am Donnerstag dem Tag des Freispringens, dem jährlichem Höhepunkt der Körung, wieder gut gefüllt sah einen durchwachsenen Hengstjahrgang. Die Nachkommen des Hengstes Casall konnten an diesem Tag überzeugen. Ein weiteres Highlight war der einzigste Sohn des Cassini II . Die Nachkommen der bisher aufgezählten Hengste wussten sowohl im Exterieur als auch durch ein sehr lockeres und vermögendes Freispringen zu gefallen. Leichte Abstriche musste man bei dem hochinteressant gezogenen Sohn des Ahorn Z machen, dieser zeigte ein gutes Freispringen aber leider auch eine nicht ganz optimale Oberlinie. Der Siegerhengst der Körveranstaltung war ein sehr guter Vertreter des Stammes 730B und damit aus der Zucht der Familie Ritters aus Krumstedt. Der Hengst konnte nicht nur hervorragend springen sondern er wusste sich auch noch sehr gut zu bewegen. Ein verdienter Siegerhengst der den Stamm 730B immer mehr ins Rampenlicht stellt. Alle anderen Nachkommen des Cassini I waren an diesem Tag leider nicht im Stande ihrem Vater alle Ehre zu erweisen. Favoritas xx stellte als einzigster Vollblüter einen Nachkommen auf der Körveranstaltung, dieser konnte leider nicht ganz überzeugen und wurde nicht gekört. Als positives Beispiel beim Einsatz von Edelblut war ein Sohn des Contender aus einer Mutter von Oglio xx zu sehen. Die zwei Nachkommen des sportlich erfolgreichen Verbandshengstes Nekton erhielten die Zuchtzulassung, dieses ist besonders beachtlich da nur zwei Söhne aufgetrieben wurden. Aus den Hengsten die der Q-Linie entstammen wurden ein Sohn des Quidam De Revel und ein Sohn des Quintero gekört letzterer wurde auch prämiert und steht den Züchtern nächstes Jahr über die Hengststation Ahlmann zur Verfügung.

 

 

 
Bayern PDF Drucken E-Mail

Bayern

In der Vergangenheit wurde in Bayern fast ausschließlich im Rottal gezüchtet, daher auch der Name Rottalerpferd. Dieses Pferd ist entstanden aus Englischen Halbblütern, Zweibrücker Hengsten und Cleveland Bays. Der Rottaler wurde aber auch sehr stark mit dem Oldenburger eingekreuzt und näherte sich später sehr dem Oldenburger Pferd an. Der bayerische Zuchtverband basiert auf den Blutlinien des Rottalers und allen internationalen Blutlinien. Das bayerische Haupt- und Landgestüt Schwaiganger wurde 1980 durch die Verlegung des Landgestütes Landshut eingerichtet. Neben dem Warmblut werden auch Haflinger und Kaltblüter gezüchtet.

Link Pferde in Bayern

 

 
Baden Württemberg PDF Drucken E-Mail

Baden-Württemberg

Das Haupt- und Landgestüt in Marbach wurde 1573 gegründet und ist damit das Älteste in Deutschland. Nach dem 30jährigen Krieg war die Zucht am Boden. In den folgenden Jahren kreuzte man normannische Hengste, Trakehner und Oldenburger ein. Für kurze Zeit wurden sogar Kaltblüter eingekreuzt ( Suffolks und Clydesdales ). Erst 1895 begann man ein Gestütsbuch zu schreiben. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs änderte sich die Zucht vom Arbeitspferd zum Sportpferd und es wurde viel Trakehnerblut eingeführt. Einer der einflussreichsten Trakehnerhengste war Julmond. 1978 wurde der Zuchtverband Baden- Württemberg aus der Fusion der drei Verbände Württemberg, Süd- Baden und Nord-Baden gegründet.

Link Pferdezuchtverband Baden-Württemberg

 

 
Trakehner PDF Drucken E-Mail

Trakehner

 

Der Trakehner lässt sich auf die unscheinbare Landrasse des Schweiken zurüchführen, diese ist eng verwandt mit dem Tarpan. Das Hauptgestüt wurde 1732 von Friedrich Wilhelm I. als Königliches Stutamt gegründet. Die Hengste wurden auf mehrere Landgestüte verteilt. Trakehenen hatte die Aufgabe den Landgestüten die Hengste zu liefern und somit wurden in Trakehnen fast 84 % der Stuten mit englischen Vollbluthengsten gedeckt. Genutzt wurden die Zuchtprodukte für das Heer. Deshalb wurde die Trakehnerzucht durch den Versailler Vertrag, der das Heer auf 100000 Mann begrenzte so schwer getroffen. Man züchtete dann wieder mehr ein Arbeitspferd und der Einsatz der Vollblüter ging stark zurück. Als man 1926 in Zwion die erste deutsche Hengstprüfungsanstalt errichtete, wurden die für die Zucht vorgesehenen Hengste erstmals einem Test unterzogen. Damals ging dieser ein Jahr lang. Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges war Ostpreußen das größte geschlossene Zuchtgebiet der Welt. Auf dem langen Weg von Ostpreußen in das jetzige Gebiet der Bundesrepublik Deutschland nach dem Krieg sind viele Pferde aufgrund der großen Strapazen verendet. Nach dem 1939 noch 43000 Stuten bedeckt wurden , kehrten nicht einmal 1000 aus dem Krieg zurück. Im Oktober 1947 wurde der Verband der Züchter und Freunde des Warmblutpferdes Trakehner Abstammung e.V. der Nachfolger der ostpreußischen Stutbuchgesellschaft. Heute gehört der Trakehner- Verband zu den größten Pferdezuchtverbänden Deutschlands. In Neumünster findet jedes Jahr die Körung der Trakehner Hengste statt und zeigt dass auch außerhalb des ursprünglichen Zuchtgebietes der Rassetyp des Trakehner Pferdes erhalten werden kann. Der Trakehner hat bei dem Umzüchtungsprozess des deutschen Warmblutes als Veredler eingroße Rolle gespielt. Trakehner Hengste begründeten eigene Hengstlinien, zum Beispiel der Hengst Tempelhüter ( Sohn des Vollblüters Perfectionist). Von diesem Hengst befindet sich ein Denkmal vor dem Pferdemuseum in Verden.

Link Trakehner-Verband

 

 
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