Zucht
Mecklenburg-Vorpommern PDF Drucken E-Mail

Pferdezuchtverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.


Das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern ist durch die Zusammenlegung der Herzogtümer Mecklenburg und Vorpommern entstanden. Die Pferdezucht beider Herzogtümer entwickelte sich jedoch sehr ähnlich. Durch das gemäßigte maritime Klima und der hohe Anteil von Grünflächen ist dieses Bundesland prädestiniert für die Pferdezucht. Im 14. Jahrhundert wurde die Pferdezucht erstmals gelenkt und bewusst betrieben. Das Mecklenburgische Landgestüt Redefin wurde 1810 als Landgestüt gegründet und seit 1812 als Haupt- und Landgestüt geführt. In Pommern wurde 1876 das Gestüt Labes gegründet, welches zusammen mit dem Landgestüt Redefin den größten Einfluss auf die Mecklenburgische Zucht nahm. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde die Pferdezucht in beiden Gebieten durch den Einsatz von Vollblütern geprägt und 1822 wurde in Bad Doberan die erste Galopprennbahn Deutschlands eingerichtet. Die Zucht in Pommern und Mecklenburg orientierte sich stark an der Zucht der Hannoveraner. Nach den beiden Weltkriegen wurde das Gestüt Ferdinandshof als Hengstdepot aufgebaut, welches aber schon 1948 durch das Landgestüt in Redefin wieder übernommen wurde. 1969 wurde das Hauptgestüt Ganschow bei Güstrow eingerichtet. Zu Zeiten der ehemaligen DDR gehörte Mecklenburg-Vorpommern der „Pferdezuchtdirektion Nord" an. Nach der Wiedervereinigung 1990 wurde der Verband der Pferdezüchter Mecklenburg- Vorpommern gegründet.

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Bezirksverband Hessen im Hannoveraner Verband e.V. PDF Drucken E-Mail

Bezirksverband Hessen im Hannoveraner Verband e.V.

 

Aufgrund der eher kleinbäuerlichen Struktur war Hessen für die Pferdezucht nicht prädestiniert. Denn noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Hessen auf die Zucht von Kaltblütern geprägt. Die Warmblutzucht wurde später überwiegend auf einer Oldenburger Grundlage aufgebaut. Partner der Hessischen Züchter ist seit jeher das 1869 gegründete Hessische Landgestüt Dillenburg. Aber auch das preußische Hauptgestüt Beberbeck, das dem Dillenburger Landgestüt die Hengste stellte, leistete seiner Zeit große Dienste. In den 60er und 70er Jahren gab es zwei Pferdezuchtverbände in Hessen. Zum Einen den Pferdezuchtverband Kurhessen-Waldeck und zum Anderen Hessen-Nassau, die 1972 zum Verband Hessischer Pferdezüchter e.V., mit Hauptsitz in Kassel, zusammengeschlossen wurden. Ab 1995 wurde dann Alsfeld Hauptsitz und Pferdesportzentrum des hessischen Verbandes. Die Partner der Züchter waren in der Zeit das Landgestüt Dillenburg und die Privathengststationen wie Gestüt Wäldershausen, Gestüt Tannenhof, Gestüt Brookhouse Stud und Gestüt Burghof/ Brodhecker. Aufgrund der rückläufigen Mitglieder- und Stutenzahlen wurde die Diskussion über einen Zusammenschluss mit einem anderen Zuchtverband immer lauter. Als 1995 der Zuchtverband Hannover sein Gebiet auf das Bundesland Hessen ausdehnte und sich einige hessische Züchter in der Vergangenheit schon dem Hannoveraner Zuchtverband angeschlossen hatten, war der Anlass für eine Entscheidung über einen Zusammenschluss gegeben. Am 1.Juli 2005 wurden die Verhandlungen einstimmig entschieden und der bisherige Verband Hessischer Pferdezüchter e.V. ging in den Verband hannoverscher Warmblutzüchter e.V. mit dem Status eines Bezirksverbandes, über. Seitdem steht das Pferdezentrum Alsfeld als Ausbildungs- und Absatzzentrum für die Züchter in Niedersachsen und Hessen zur Verfügung. Aber auch die Pferdezucht hat sich in Hessen verändert. Wurden früher die Zuchtpferde mit Trakehner- und Vollbluthengsten wie Thor, Kosmos, Mandant, Hagedorn, Admiral xx und Usurpator xx veredelt, so wurden später Hannoveraner Hengste wie Lotse, Lützow und Matterdorn in der Zucht eingesetzt. Vor allem der hessisch gezogene Reflektor Sohn Rodgau brachte gekörte Hengste, Spitzenstuten, Championats-,Auktions- und Sportpferde. Erfolgreiche jüngere Hengste sind zum Beispiel Dartagan, Chequille Z und For Keeps. Die berühmtesten hessischen Pferde sind wahrscheinlich Halla von Oberst unter Hans-Günter Winkler, Metaxa von Matterhorn unter Reiner Klimke, Nektar von Nelson unter Karin Rehbein aber auch der von Helena Weinberg erfolgreich international gerittene Furioso Sohn Ferdinand oder Point to Point unter Elmar Lesch in der Vielseitigkeit.

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Hannoveraner Verband e.V. PDF Drucken E-Mail

Hannoveraner Verband e. V.

 

Im Raum Hoya wurde bereits im 15. Jahrhundert gezüchtet. Den größten Einfluss auf die Hannoveraner Zucht hatte das Landgestüt Celle, welches 1735 von Georg II., König von Großbritannien und Herzog zu Braunschweig-Lüneburg , gegründet wurde. 1736 waren erstmals 12 Hengste auf der Station in Celle. Das Gestüt in Celle wurde nicht gegründet um die Staatskassen zu füllen, sondern zum Wohle der Untertanen. Das hieß die Stuten der Bauern genossen Vorrang vor denen des Adels und der Offiziere. Bis ca. 1770 standen in Celle Hengste aus Holstein, Dänemark, Ostpreußen, Andalusier sowie Engländer auf Station. In der Zeit der napoleonischen Kriege musste die Hannoveraner Zucht jedoch große Verluste verzeichnen. Trotzdem stieg der Einfluss des Landgestütes in Celle auf die niedersächsische Pferdezucht weiter an. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts waren in Celle überwiegend Hengste aus Mecklenburg stationiert. Später wurden einige Hengste aus England der Rassen Yorkshire Coach und Cleveland Bay. Zuchtziel in Hannover war zum Einen die Erzeugung eines kräftigen Warmblutes für die Arbeit in der Landwirtschaft und zum Anderen leichtere Pferde für das Heer. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die leichten Pferde nicht mehr gebraucht und es fand ein Umzüchtungsprozess zu einem schwereren Warmblut. Jedoch brach die Pferdezucht, wie in allen Zuchtgebieten, durch die Mechanisierung der Landwirtschaft immer mehr ein und die in Celle stationierten Hengste wurden um fast 75% reduziert. Der Vorteil bestand darin, dass sie Hengste stark selektiert wurden und nur die besten der Besten blieben, was für die Zucht ein Vorteil war. Jetzt fand ein Umzüchtungsprozess zum Reitpferd statt. Es wurden Vollblüter, Trakehner und Araber eingekreuzt um das Hannoveraner Pferd zu veredeln.

Linienbegründer im Hannoveraner Zuchtgebiet

Absatz geb. 1960

Der Hengst abstammend von dem Trakehner Abglanz der auf den berühmten Hengst Tempelhüter zurück geht, konnte als starker Verbreiter des väterlichen Erbgutes zum Erhalt dieser Blutlinie beitragen und stellte über Jahrzehnte Spitzenpferde für die Verdener Auktion. Seine Söhne Akzent I und Akzent II waren vielfach Mutterväter von erfolgreichen Pferden. Akzent II schaffte über seinen Sohn Alabaster und dessen Sohn Abanos hochkarätige Nachkommen die das stark Absatzgeprägte Blut weiterführen. Aber auch im Springsport konnte das Absatzblut durch den Hengst Arsenik verbreitet werden. Argentan I (Hengst des Jahres 1994) wurde stärkster Verbreiter des Absatzblutes in der Gegenwart. Heute ist der bereits leider eingegangene Hengst Argentinus mit seinen hochqualifizierten Nachkommen in Dressur und Springen der populärste Vererber der Abglanz-Dynastie. 2004 war er laut WBFSH Rangliste weltbester Springvererber.

Bolero geb. 1975 Züchter: Heinrich Behrmann

Der Sohn des Vollblüters Black Sky xx entstand aus einer einst verbotenen Anpaarung mit einer Mutterstute dessen Vater ebenfalls ein Vollblüter war. Bolero wurde zum Stempelhengst und vererbte stets sich selbst, vor allem seine schwungvollen Bewegungen und oft seine rotgoldene Fuchsfarbe. Er stellte Bundeschampions wie Boruschkin, Bini Bo oder Boccaccio. Er kann auf zahlreiche gekörte Hengste und Siegerhengste zurück blicken wie Buenos Aires oder Brentano II der 2003 Hannoveraner Hengst des Jahres wurde. Der aus Boleros ersten Fohlenjahrgang stammende Bismarck, dessen Mutter über Duellant gezogen war, führt wohl eines der wertvollsten Blutlinien in sich, von ihm stammt zum Beispiel unter anderem der gekörte Grand Prix Hengst Breitling W von Wolfram Wittig.

Domspatz geb. 1952 Züchter : Hans Meyer

Der in der Mutterlinie auf Goldfisch zurück gehende Rappe Domspatz lieferte einige leistungsbereite Springpferde und 5 gekörte Hengste. Sein Sohn Diskus trat als einziger seiner Nachkommen in die Dienste des Celler Landgestütes und brachte Söhne wie Diadem und Dupont. Trotzdem konnten sich seine Söhne gegenüber anderen Hengsten wenig profilieren und somit ist dieses Blut in den Männerstämmen wenig geworden. Jedoch ist sein Blut auf der Mutterseite sehr gefragt und wird auf Seiten der Mutterstämme sehr geschätzt.

Don Carlos geb. 1962 Züchter : Ernst Clüver

Der Sohn des Dominik brachte 23 gekörte Hengste. Bekanntester Nachkomme war wahrscheinlich Diavolo / Peter Schmitz. Der Rappe Dorian aus einer Domspatz Mutter war erfolgreich im österreichischen Springsport. Sein Sohn Dynamo zeugte Klassepferde wie Dollar Girl und Donna Carara. Sein Sohn Don Juan zeugte Erfolgspferde wie Dulf, Genesis oder Delon VA. Drosselklang I und II wurden mit Hilfe von TG gezeugt. Drosselklang II zum Beispiel Donnerlittchen/ Meridith Michaels Beerbaum oder Skyboy und Frechdachs. Aus Drosselklang II entstanden 9 gekörte Hengste.

Pik König geb. 1968 Züchter : Hans Georg Meyn

Pik König brachte Söhne wie Pik Bube I und II hervor, die als vielseitige Vererber gelten und auf deren Nachzucht die Hoffnung auf den Fortbestand der Blutlinie ruht. Das Blut von Pik As xx ist höchst interessant denn seine Töchter und Enkelinnen stellten die Erfolgsbasis für die Hengste Donnerwetter und dessen Sohn Donnerhall.

Wienerwald geb. 1971

Wienerwald war ein erfolgreicher Springvererber und stellte 11 gekörte Söhne. Zu seinen erfolgreichen Nachkommen zählen Wiener Domspatz / Ludger Beerbaum, Weiße Dame / Franke Sloothaak, Wieland unter Gerd Wiltfang und Winzer unter Hugo Simon. Da nur wenige seiner Söhne aufgrund des herben Typs gekört wurden, kann der Fortbestand des Blutes nicht gewährleistet werden.

Wöhler geb. 1950 Züchter : Julius Siltmann

Dieser Hengst ist der Inbegriff für Hannoveraner Dressurpferde. Sein Sohn Wunsch II wurde Vater des Olympiapferdes Woyceck unter Harry Boldt. Sohn Wohlklang brachte Springpferde wie Winnetou, Sir Wilhelm, Miss Wüstenfee und Dressurpferde wie Wodka und Warianda. Wöhlers Sohn Woermann, aus einer Mutter die vom Vollblüter Marabou xx stammte, war der Spitzenvererber des Wöhlerblutes. Er stellte Nachkommen wie Wenzel I und World Cup I , welcher 1997 Hannoveraner Hengst des Jahres wurde und sich mit seinem Sohn Weltmeyer ein Denkmal geschaffen hat. Weltmeyer wurde Hannoveraner Stempelhengst, war Siegerhengst und HLP-Sieger, er stellte Pferde wie Weltall VA/ Martin Schaudt und Wie Weltmeyer.

Von großem Einfluss war die im Jahre 1927 gegründete Hengstprüfungsanstalt in Westercelle, die 1975 nach Adelheidsdorf umsiedelte . Wichtig für die Zucht war und ist auch das Hengstaufzüchtungsgestüt Hunnesrück.

 

Link Hannoveranerverband

 

 

 

 

 

 
Pferdezuchtverband Brandenburg-Anhalt e.V. PDF Drucken E-Mail

Pferdezuchtverband Brandenburg- Anhalt e. V.

Das Zuchtgebiet Berlin Brandenburg umfasst das Gebiet der preußischen Provinz Brandenburg. Das Klima und die kargen Böden ließen in der Vergangenheit eine Pferdzucht nur in Gebieten mit besserer Bodenqualität oder Flussniederungen zu. 1788 wurde das Hauptgestüt Neustadt/ Dosse gegründet und damit der erste Grundstein einer erfolgreichen Pferdezucht gelegt. Um 1800 versuchte man die für die Kavallerie sehr leicht gezüchteten Pferde durch Einsatz von Kaltbluthengsten zu mittelschweren bis schweren Warmblütern zu züchten. 1922 gründete sich der Verband brandenburgischer Pferdezüchter. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Brandenburg der „ Pferdezuchtdirektion Mitte" zugeteilt, diese verbesserte die Zuchtgrundlage durch Einsatz von Ostpreußischen und Hannoveraner Hengsten. Auch Sachsen-Anhalt wurde dieser Direktion angegliedert. Einst umfasste das heutige Gebiet Sachsen-Anhalts die Provinz Sachsen. Diese galt als die landwirtschaftlich reichste Provinz Preußens. Durch die landwirtschaftliche Nutzung der Pferde beschränkte sich die Zucht vorwiegend auf Schwere Warmblüter. Großen Einfluss auf die Zucht des „ Edlen Warmbluts" nahm das Gestüt Radegast. Die Basis der Pferdezucht in Sachsen-Anhalt geht überwiegend auf hannoversche Zuchtpferde zurück. Mit der Wiedervereinigung 1990 wurde hier der Pferdezuchtverband Sachsen-Anhalt e.V. gegründet. Auf dem Gebiet Berlin- Brandenburg wurde mit der Wiedervereinigung 1990 der Pferdezuchtverband Berlin- Brandenburg e. V. gegründet. Seit dem wird das Brandenburger Pferd erfolgreich mit Oldenburger-, Hannoveraner-, Westfalen-, Holsteiner- und Trakehnerblut veredelt. Erfolgreiche Linienbegründer in der Dressur waren Sandro, Donnerhall und Rubinstein und im Springen Contender, Accord II und Landgraf. Große Bedeutung haben auch die Supervererber Quaterman und Quaterback die auf den Hengst Quattro B zurückgehen. Einflussreich war vor allem der Brandenburger Stempelhengst Kolibri der bis weit über die Landesgrenzen bekannt ist. Ein Aushängeschild war zum Beispiel seine Tochter Kira Bel ( Kolibri – Darß xx ) die unter Rene Tebbel große Erfolge erzielen konnte. Oder Standing Ovation von Sando Kahn, seiner Zeit Körsieger, jetzt erfolgreicher Hunter in den USA. Aber auch die Neustädter Stutenfamilien sind hocherfolgreich. So zum Beispiel die Stutenfamilie der Pauline aus der so hocherfolgreiche Nachkommen wie Poetin I-V und Samba Hit I-V stammen. 2003 siegte Poetin bei der Weltmeisterschaft der 6jährigen Dressurpferde, außerdem war die Sandro Hit – Brentano II- Tochter das teuerste je versteigerte Pferd der Welt. 2003 entschlossen sich die ostdeutschen Pferdezuchtverbände Berlin- Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ein gemeinsames Zuchtprogramm für Reitpferde unter dem Namen „ Deutsches Sportpferd" entstehen zu lassen. Im Jahr 2005 fusionierten dann die Pferdezuchtverbände Sachsen und Thüringen zum Pferdezuchtverband Sachsen-Thüringen e.V. und 2007 die Pferdezuchtverbände Sachsen-Anhalt und Berlin-Brandenburg zum Pferdezuchtverband Brandenburg-Anhalt e.V. Der Pferdezuchtverband Brandenburg-Anhalt e.V. umfasst 4300 Mitglieder, 5700 Zuchtstuten aus 40 Rassen und 35 Zuchtvereine. Die Geschäftsführung obliegt Neustadt/ Dosse und die Zuchtleitung liegt in Stendal beim Zuchtleiter Dr. Ingo Nörenberg. Bei der Sitzung der Arbeitsgemeinschaft der Süddeutschen Pferdezuchtverbände (AGS) 2009 in Geiselwind stellte der Pferdezuchtverband Brandenburg-Anhalt e.V. den Antrag auf Annahme in die AGS, sowie fünfter Gesellschafter der Süddeutschen Pferdezuchtverbände Vermarktungs GmbH zu werden. Dieser Antrag wurde angenommen und somit wird ab 2011 Deutsches Sportpferd das gemeinsame Zuchtbuch werden. Auch Bayern und Baden- Württemberg schlossen sich an und dann ist die AGS mit fast 14000 Stuten die zweitgrößte Züchtervereinigung in Deutschland.

Link Pferdezuchtverband Brandenburg-Anhalt

 
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