Rund ums Pferd
Shire- Horse PDF Drucken E-Mail

Shire-Horse

Zusammen mit dem französischem Percheron ist dies die größte und schwerste Pferderasse. Diese Rasse ist zwischen 162cm bis 175cm groß, jedoch lebte das Größte Mitte des 19. Jahrhunderts und maß eine Höhe von 2,19m sein Gewicht belief sich auf 1500kg. Das Größte der heutigen Zeit war Goliath mit einer Widerristhöhe von 1,98m , jedoch verstarb 2001. Der Stammvater dieser Rasse war der Hengst Packington Blind Horse im Jahre 1878. Den Namen Shire erhielt es aber erst 1884. Es wurde von der Bezeichnung der Grafschaft (Shire) abgeleitet, da es in Lincoln, Leicester, Stafford und Derby, alles Grafschaften in Mittelengland gezüchtet wurde. Das Shire ist wuchtig gebaut, sein Brustumfang kann 2,40m betragen, der Kopf zeigt eine Ramsnase, die Stirn ist breit, die Augen groß und die Ohren klein. Der Hals ist lang und hat einen großen Kamm. Der Rücken ist gut bemuskelt , die Kruppe schräg aber kräftig bemuskelt. Die Gliedmaßen sind fest mit kräftigen Gelenken und die Hufe sind weit, flach aber hart. Jedoch bedarf der Hufbeschlag meist einer Spezialanfertigung und der Schmied hat oft Probleme die Eisen in den Ofen zu bekommen. Typisch für diese Rasse ist der starke Behang an den Fesseln, der enormer Pflege bedarf, sonst kann es leicht zu Ekzemen führen. Am häufigsten sind Rappen, Braune, weniger Schimmel und selten Füchse. Typisch sind die weißen Abzeichen an den Gliedmaßen und am Kopf, auch am Bauch kann es weiße Abzeichen geben. Ursprünglich als Ritterpferd gezüchtet, diente es später in der Landwirtschaft und als Wagenpferd. Shires sind oft auf Logos und Emblemen englischer Pubs und Bierbrauereien zu sehen. Das Shire ist ein nervenstarkes Pferd mit sanftem Charakter , es zeichnet sich aber auch durch Sensibilität und Lernfähigkeit aus. Allerdings ist das Shire ein Spätentwickler, da seine Knochen und Knorpel durch das schnelle Wachstum erst spät fest verwachsen, sollte es erst mit 4 Jahren langsam auf die Arbeit vorbereitet werden. 1960 war diese Rasse kurz vor dem aussterben als sich einige Bauern und Brauereien in England darum bemühten die sanftmütigen Riesen zu erhalten. Heute findet man sie häufig in Shows und Auftritten.

 Shire Horse

 
Knabstrupper PDF Drucken E-Mail

Knabstrupper

Die Herkunft dieser Rasse liegt in Dänemark und trägt den Namen eines Großgrundbesitzers, der sie züchtete. Durch die napoleonischen Kriege kamen sie nach Dänemark. Ein dänischer Metzger kaufte von einem spanischen Offizier eine Stute. Der Metzger verkaufte sie wieder an einen Richter und der deckte sie dann mit einem Frederiksborger. Die Nachzucht war kleiner als der Fredeiksborger aber gescheckt wie die Mutter. Der ursprüngliche Knabstrupper war eine Tigerschecke, von der spanischen Mutter erbte er die Ramsnase, einen wuchtigen, kurzen Hals, ein steiles Schulterblatt und eine muskulöse Kruppe. Es war ein leistungsfähiges Pferd aber unansehnlich und wurde weitergezüchtet. Der Knabstrupper ist zwischen 150cm und 160cm groß und ähnelt heute dem Appaloosa , denn sein Kopf ist heute viel zierlicher und schmaler mit geradem Profil . Auch der Hals ist länger geworden und muskulös, die Kruppe ist rund und mächtig. Diese Rasse zeichnet sich durch einen ausgezeichneten Charakter und eine hohe Intelligenz aus, deswegen ist es auch heute noch im Zirkus zu finden aber auch als Freizeitpferd sehr beliebt.

 
Lipizzaner PDF Drucken E-Mail

Lipizzaner

Der Lipizzaner ist ursprünglich eine jugoslawisch- österreichische Rasse. Benannt nach dem Gestüt in Lipizza. Er wird ca. 1,55m bis 1,60m groß und meistens sind es Schimmel. Der Lipizzaner ist ein sehr intelligentes, lernwilliges Tier und eignet sich daher hervorragend für die Lektionen der Hohen Schule und ist deswegen auch in der Spanischen Hofreitschule in Wien durch seine Auftritte berühmt geworden. Der Kopf ist ausdrucksstark mit geradem Profil. Der Hals hoch angesetzt, kräftig und nicht zu lang. Die Schultern und die Kruppe sind rund und kräftig bemuskelt, die Beine sind kurz und die Hufe klein. Der Schritt des Lipizzaners ist kurz und der Trab ist mit viel Knieaktion, der Galopp schwer. Diese Bewegungen lassen ihn besonders für die Versammlung und die hohe Kunst eignen. Bekannt wurde der Lipizzaner durch die Spanische Hofreitschule in Wien. 1580 begann Herzog Karl von Österreich die Zucht mit 33 Tieren, die er aus Spanien importieren ließ. Später kreuzte man deutsches Blut mit ein. Die Ausbildung zur Hohen Schule dauert ungefähr 2 Jahre. Die Lipizzaner schaffen es diese Lektionen bis zu einem Alter von über 20 Jahren durchzuführen.

Lipizzaner

 
Freiberger PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Julia Kretzschmar   
Montag, den 02. November 2009 um 13:16 Uhr

Freiberger Kaltblut

Der Ursprung dieser Rasse befindet sich auf dem Hochplateau der Freiberge, an der nordwestlichen Grenze der Schweizer Jura. Vor ca. 500 Jahren begann die Freiberger Zucht. Im westschweizerischen Kampfgebiet fielen den Bauern viele Pferde in die Hände, das waren z.B. Kaltblüter wie Ardenner und Comtois, mit denen man erfolgreich kräftige Arbeits- und Kavalleriepferde züchtete. Es entstanden in der Schweiz verschiedene Rassen wie die Seeländer, Prätigauer, Entlebucher, Oberländer und die Einsiedlerpferde. Diese waren im Inland und Ausland um 1700 sehr gefragt. 1714 kaufte die französische Regierung zehntausend Remonten für die Armee Ludwig des XIV.. Doch durch Napoleon wurde das Gestüt Einsiedeln 1798 ausgeraubt und die Nachfrage nach Zugpferden blieb auch weiterhin schwach. Um die Rasse zu retten wurde 1864 eine Fachkommission gegründet und man versuchte durch Ankauf von Hackneys, Vollblütern und Anglo-Normannen die Zucht der Kavalleriepferde zu beleben. Dieses Zuchtprodukt war den Bauern jedoch zu leicht, diese wollten ein zugstarkes, kompaktes Arbeitstier. Somit wurden kurzfristig Ardenner, Bretonen, Comtois, Percherons und Shire-Horses eingekreuzt. Vorwärts ging es dann ca. um 1900 als man für das Hengst- und Fohlendepot in Arenches Beschäler im Zugpferdetyp kaufte. Unter ihnen war der um 1891 in Saignelegier geborene Stammvater Vaillant. Aber auch der 1886 gezogene Anglo-Normanne Imprevu. Seit 1910 wird nun die Reinzucht der Freiberger Pferde betrieben. Nach Ende des 2. Weltkrieges ging die Zahl der Freiberger zurück. Nach 1945 folgten Veredelungen mit dem Anglo-Normannen Uran und den Vollblutarabern Shagya und Shagya I sowie Doktryner und dem Schwedenhengst Aladin mit Trakehner Abstammung. Aber besonders die guten Eigenschaften machen diese Rasse mittlerweile so beliebt. Der Freiberger zeichnet sich durch sein ruhiges, freundliches, leistungsbereites, vielseitig einsetzbares und belastbares Wesen aus das für Reit- ,Fahr-,Trag-und Zugzwecke jeder Art geeignet ist. Außerdem verfügt diese Rasse über Nervenstärke, Verlässlichkeit, Intelligenz und ein ausgeglichenes Temperament. Äußerliche Merkmale sind ein gut aufgesetzter Hals mit genügend Ganaschenfreiheit, eine breite tiefe Brust, ein trockenes Fundament mit korrekten , großen Gelenken und großen Hufen. Der Freiberger ist ein eher leichtfuttriges Pferd und seine Grundgangarten sind leichtfüßig, schwungvoll und trittsicher. Der Freiberger ist ein sehr guter Gewichtsträger, denn er besitzt einen kräftigen gut bemuskelten Rücken und eine kräftig bemuskelte Kruppe. Diese Pferde sind robust und widerstandsfähig und verfügen über ein gutes Regenerationsvermögen. Der Freiberger ist das ideale Familienpferd, die Kinder können reiten, die Eltern an Wanderritten teilnehmen und die Familie kann eine gemeinsame Kutschpartie unternehmen. Aber auch als Therapiepferd erweist es große Dienste, mit seinem sanften Charakter schafft es Vertrauen bei der Arbeit mit Behinderten Menschen und hilft Verkrampfungen zu lösen. Im Dezember 1997 wurde ein neues Zuchtprogramm und eine Herdebuchordnung für Freiberger verabschiedet, die zum 1.1.1998 in Kraft getreten ist . Danach dürfen keine Fremdrassen mit dem Freiberger gekreuzt werden. Die Zuchtziele sind ein ausdrucksvolles, mittelrahmiges, umgängliches, leistungsstarkes Pferd, mit viel Schwung , Leichtfüßigkeit, Takt und Trittsicherheit.

 Freiberger

 

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 09. Dezember 2009 um 11:55 Uhr
 
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