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Voltigieren

VoltigierenDer Begriff Voltigieren kommt aus dem französischem „ la voltige" (Springen über das Pferd). Voltigieren ist Turnen auf dem Pferd. Das Pferd geht dabei an der Longe und ein Longenführer hält diese. Es werden Einzel- u. Partnerübungen absolviert. Voltigierpferd, Longenführer und Voltigierer sind als Team aufeinander angewiesen. Schon vor vielen hundert Jahren wurden Übungen auf dem Pferd durchgeführt. Die Reiter übten das schnelle Auf – und Absitzen. Und auch die Ritter mussten mit ihren schweren Rüstungen Übungen machen, um im Kampf beweglich zu sein. In der Renaissance entwickelte sich das Voltigieren zum Sport und zur Kunst. Im 17./18. Jahrhundert wurden junge Adlige in Ritterakademien im Reiten, Fechten, Tanzen und Voltigieren ausgebildet. Schließlich entdeckte im 19. Jahrhundert die Kavallerie das Voltigieren für sich. Ziel war es Beweglichkeit, Kraft, Gleichgewicht und Ausdauer zu schulen. 1920 in Antwerpen war das Voltigieren unter dem Namen „ Kunstreiten" das erste und einzige Mal olympisch. Damals führten Soldaten Einzel- und Partnerübungen auf dem gesattelten und ungesattelten Pferd vor. Über die Jahre entwickelte sich das Voltigieren zu einem eigenen Sport. Viele Kinder gewinnen durch ihn den Zugang zum Pferdesport. Dieser Sport ist für Kinder und Jugendliche zu empfehlen, trainiert er doch Balance-, Konzentrations-, Rhythmus -und Haltungsvermögen. Aber auch Koordination, Beweglichkeit, Reaktionsfähigkeit sowie Sprung- und Stützkraft werden geschult. Aber auch soziales Verhalten wird geschult, denn nur als Team kann eine Voltigiergruppe erfolgreich sein. Ca. ab 4 Jahren können Kinder an das Voltigieren herangeführt werden. Das beginnt zuerst mit dem Erlernen des Umgangs mit dem Pferd und dem Bewegungsgefühl in allen drei Grundgangarten. Später wenn das Kind Vertrauen zum Pferd gefasst hat kann mit einfachen Übungen begonnen werden. Es bietet sich an die Übungen zuerst auf einem Holzpferd zu probieren und zu festigen.

Turniersport

Seit 1950 wird der Voltigiersport auch als Turniersport betrieben. 1963 fand die erste Deutsche Meisterschaft im Voltigieren in Wiesbaden statt. Inzwischen gibt es auch Europa- und Weltmeisterschaften. Beim Voltigieren gibt es drei Disziplinen, das Einzelvoltigieren, das Doppelvoltigieren und das Gruppenvoltigieren. Neben dem richtigen Turniersport finden aber auch eine Vielzahl von breitensportlichen Veranstaltungen statt, hier können sich Nachwuchsgruppen probieren und Routine sammeln. Einzelvoltigierer können ab 16 Jahren bzw. mit Silberabzeichen ab 14 Jahren an Wettkämpfen teilnehmen, dabei müssen sie eine Pflichtvorführung und eine einminütige Kür absolvieren. Gut ausgewählte passende Musik und eine hübsche Aufmachung gehören selbstverständlich dazu. Bei den Doppelvoltigierern dürfen sowohl Damen- als auch Herren- sowie gemischte Paare starten. Dabei besteht diese Disziplin aus einem reinen Kürwettbewerb. Alle Regelungen bezüglich des Turniersports sind in einem von der FN zusammengestellten Regelwerk enthalten, der LPO. Auf dem Turnier setzt sich der Wettkampf meist aus einem Pflichtteil u. einem Kürteil zusammen. Jeder Voltigierer muss also sechs bis sieben Pflichtübungen zeigen, die jeweils eine Wertnote von 0- 10 erhalten . Pflichtübungen hängen von der jeweiligen Leistungsklasse ab. Pflichtübungen sind zum Beispiel Fahne, Mühle, Schere, Flanke, freies Stehen aber auch der Aufsprung und der Grundsitz.

Das Voltigierpferd

 

Ein Voltigierpferd ist ein speziell ausgebildetes Pferd, das sich vor allem durch eine rhythmische Galoppade die weder zu viel noch zu wenig Schwung hat, auszeichnet. Außerdem sollte es über ein gutes Nervenkostüm verfügen. Bei Wettkämpfen muss das Pferd ca. 12 Minuten im gleichen Tempo galoppieren. Das Mindestalter für internationale Wettkämpfe liegt bei 7 Jahren, für nationale 6 Jahre.

Exterieur eines Voltigierpferdes

Der Rücken des Voltigierpferdes sollte breit und flach sein. Die Kruppe sollte nur wenig abfallen und der Widerrist nicht zu stark ausgeprägt sein. Die Beine sollten gesund und kräftig sein um den Belastungen stand zu halten. Es sollte auch groß genug sein um 3 und mehr Sportler zu tragen.

Ausrüstung

Zum Voltigieren wird ein Voltigiergurt benötigt, dieser wird mit einer Gurtunterlage gepolstert und darunter kommt noch ein festes Pad zum Schutz des Pferderückens. Am Kopf trägt es eine Trense an der die Ausbinder festgemacht werden. Die Longe wird an der Trense eingeschnallt und der Longenführer hält nun Longe und Peitsche und dirigiert so das Pferd. Die Beine des Pferdes sollten mit Bandaschen oder Gamaschen evtl. auch mit Springglocken versehen werden.

Weblinks zum weiterlesen:

www.pferd-aktuell.de

www.voltigieren.de

www.voltigieren-info.de

www.voltigierseiten.de

www.voltigieren.org

www.voltigrafie.de

 
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