Zuchtgebiete PDF Drucken E-Mail

Die Zuchtgebiete

In den einzelnen Gebieten Deutschlands entstanden zunächst lokale Schläge, dann Rassen, die je nach Verwendungszweck ganz unterschiedlich sein konnten. Genutzt wurden die Pferde entweder für die Landwirtschaft oder für die Kavallerie, je nach dem was in einem Zuchtgebiet vorherrschte wurde diese Zuchtziel verfolgt. Für die Kavallerie waren leichte und ausdauernde Pferde nötig, in der Landwirtschaft hingegen wurden schwere Pferde größeren Kalibers benötigt. Dadurch spezialisierten sich die einzelnen Zuchtgebiete und die Bandbreite reichte von in Ostpreußen gezüchteten Pferden mit hohem Vollblutanteil, über den Hannoveraner und Holsteiner als Artellerie-Stangenpferd, den Oldenburger bis hin zum schwersten Warmblut , dem Ostfriesen. Den größten Einfluss hatten natürlich die Landgestüte, welche den Züchtern die Hengste zur Verfügung stellten. Um die Staatskassen zu füllen oder auch um selbst junge Pferde für die Kavallerie zu züchten entstanden die Landgestüte. 1732 wurde vom Preußenkönig Friedrich Wilhelm I. das Hauptgestüt Trakehnen gegründet. Zur Förderung der Landwirtschaft gründeten Georg der II., König von Großbritannien und Herzog zu Braunschweig-Lüneburg 1737 das Landgestüt Celle. Nachdem durch Technisierung und Fortschritt die Pferde aus der Nutzung in der Landwirtschaft verschwanden und das Reiten als Freizeitaktivität an Beliebtheit gewann, änderte sich auch das Zuchtziel der einzelnen Zuchtgebiete. Es begann in den 60iger Jahren ein Umzüchtungsprozess bei dem vor allem Trakehner, Vollblüter und Araber zur Veredelung eingesetzt wurden. Eine solche lange Tradition ist in der Ponyzucht nicht erkennbar. Nur die im Merfelder Bruch lebenden Dülmener Pferde werden schon seit dem 14. Jahrhundert gezüchtet. In Schleswig- Holstein gab es mit dem Lehmkuhlener eine eigene Ponyzucht und in Westfalen mit dem Nordkirchener Wildbahn-Pony auch. Aber auch der Haflinger wird seit den 30er Jahren in Deutschland gezüchtet. Durch die Rationalisierung und Mechanisierung verlor vor allem die Kaltblutzucht an Bedeutung. In einigen Regionen wird sie nur noch aus Tradition anstatt aus Nutzen fortgeführt.

Deutsches Reitpferd

Am 22. 04. 1975 beschlossen die Verbände einstimmig das Rahmenzuchtziel des Deutschen Reitpferdes als Oberbegriff der Pferde der regionalen Warmblutzuchtgebiete:

„Gezüchtet wird ein edles, großliniges und korrektes Reitpferd mit schwungvollen, raumgreifenden, elastischen Bewegungen, das aufgrund seines Temperaments, seines Charakters und seiner Rittigkeit für Reitzwecke jeder Art geeignet ist."

 

Trotz dieser Formulierung hat jedes einzelne Zuchtgebiet noch ein eigenes Zuchtziel verfasst, wodurch sich natürlich die einzelnen Zuchten voneinander abheben. Der Zuchtverband der Trakehner und der Zuchtverband für deutsche Pferde sind zwei Zuchtverbände die bundesweit arbeiten.

 

 
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