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Verband der Züchter des Oldenbuger Pferdes e.V.

 

Durch das Klima und die Bodenverhältnisse hatte Oldenburg stets gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Pferdezucht. Da aber auch seine Landesherren der Pferdezucht interessiert gegenüberstanden konnte sich die Population gut entwickeln. Schon Graf Johann von Oldenburg importierte ab 1580 Orientalen, Spanier und Neapolitaner zur Veredelung seiner Pferde. Noch größeren Erfolg konnte jedoch sein Sohn Graf Anton Günther ( 1603-1667) verzeichnen. Er gründete Schulen in denen die Bauern die Nutzung und Haltung der Pferde lernten. 1820 wurde die erste staatlich verordnete Hengstkörung durchgeführt. 1861 wurde das erste Band des Oldenburger Stutbuches herausgegeben und somit das erste Stammesregister eingeführt. 1897 wurde das erste Oldenburger Pferdezuchtgesetz erlassen und das bis heute genutzte Brandzeichen eingeführt. Außerdem wurden in diesem Jahr die zwei Pferdezuchtverbände gegründet. In dieser Zeit war das Zuchtziel noch ein schweres Pferd, das für die Arbeit auf dem Acker gleichermaßen genutzt werden konnte, wie auch zu herrschaftlichen Kutschfahrten. Bis in die 60er Jahre wurden wenig fremdblütige Hengste verwendet. Mit der Verwendung des Vollblüters Lupus xx(1939) und dem Anglo-Normannen Condor(1950) wurden lediglich neue Gene in die Reinzucht importiert, das Zuchtziel änderte sich aber noch nicht. In den 60er Jahren begann langsam der Umzüchtungsprozeß, vor allem der Vollblüter Adonis xx hat sich bewährt, aber auch der Anglo-Normanne Furioso II, sowie der Anglo-Araber Inschallah AA. Durch die Kombination verschiedener Blutlinien auf Basis von Oldenburger Stutenstämmen ist es dem Oldenburger Zuchtgebiet relativ schnell gelungen, ein Pferd zu züchten, das mittlerweile zu den Spitzenpferden in Deutschland gehört. Berühmtester Oldenburger ist sicher Donnerhall, selbst zweimaliger Weltmeister unter Karin Rehbein, aber auch die Stute Weihaiwej, die 1984 Einzel- und Mannschaftsweltmeister unter Franke Sloothaak wurde. Nicht zu vergessen der viermalige Olympiasieger Bonfire mit Anky van Grunsven. Aktuell machen sich die Oldenburger Sandro Boy und Anka unter Marcus Ehning oder Couleur Rubin unter Ludger Beerbaum, Arko III unter Nick Skelton und in der Dressur Sterntaler-Unicef und Renoir-Unicef unter Ann-Kathrin Linsenhoff, Escapado mit Carl Hestr und Aramis mit Hubertus Schmidt einen Namen. Das Oldenburger Pferdezentrum liegt in Vechta, dort finden für die Züchter auch zahlreiche Vermarktungsveranstaltungen statt.

Link Oldenburger Pferdezüchterverband