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Trächtigkeit

Ob die Stute tragend ist wird ab dem 18.Tag nach der Bedeckung überprüft , am leichtesten durch einen Hengst, schlägt die Stute den Hengst deutlich ab, dann ist sie wahrscheinlich tragend. Jedoch sollte nach ein paar Tagen ein weiteres Mal abprobiert werden, schlägt die Stute den Hengst erneut ab, ist eine Trächtigkeit sehr wahrscheinlich, zeigt sie Rossesignale erfolgt eine erneute Bedeckung. Jedoch sollte eine Trächtigkeit noch durch eine tierärztliche Ultraschalluntersuchung festgestellt werden, dort kann dann auch sichergestellt werden, dass keine Zwillingsträchtigkeit vorliegt. Nach sechs bis acht Wochen führt der Tierarzt eine zweite Ultraschalluntersuchung durch. Die befruchtete Eizelle nistet sich beim Pferd erst nach dem dritten Monat ein, bis dahin schwimmt sie frei in der Gebärmutter. Bis zum Zeitpunkt des Einnistens kann die Stute ohne äußerlich erkennbare Anzeichen resorbieren, d. h. die befruchtete Eizelle löst sich auf. Der Tierarzt erkennt so etwas aber schon ab dem 40. Tag an einer deformierten Fruchtblase. Nach dem 45. –50. Tag kann die Trächtigkeit auch im Blut nachgewiesen werden und nach dem 120. Tag im Urin. Eine Stute trägt etwa 335 Tage minus 10 Tage und plus 5 Wochen. Jedoch weisen deutlich längere Tragezeiten auf eine schlechte Versorgung des Fohlens hin, diese Fohlen sind dann meistens klein und zierlich. Sechs bis acht Wochen vor der Geburt beginnt die Stute mit dem aufeutern. Häufig fohlen die Stuten abends oder nachts und die Geburt kündigen dann Harztropfen an den Zitzen an. Wenn die Stute nicht tragend wird, kann das viele Ursachen haben. Die Stute ist zu fett, das führt zu einer Störung des Stoffwechsels und des Hormonhaushalts. Die Stute hat einen schlechten Scheidenschluss, dadurch können Luft und damit Bakterien in die Scheide gelangen, die zu Infektionen und Unfruchtbarkeit führen können. Es gibt auch Stuten die mit Fohlen bei Fuß nicht tragend werden, bei diesen Stuten hemmt das für die Milchbildung verantwortliche Hormon Prolactin die Freisetzung anderer für das Zyklusgeschehen verantwortliche Hormone , zum Beispiel das Follikel-stimmulierende Hormon FSH und das Lutesierende-Hormon LH. Bei solchen Stuten muss das Fohlen abgesetzt werden um sie wieder tragend zu bekommen, ob die Stute dann aber auch wirklich tragend wird ist nicht sicher. Manche Stuten haben auch eine Rosse ohne Eisprung, d.h. die Follikel in den Eierstöcken entwickeln sich nicht weit genug um zu springen oder die Eierstöcke sind inaktiv. Das kann der Tierarzt durch eine Blutuntersuchung oder eine rektale Untersuchung, durch abtasten der Eierstöcke über den Mastdarm feststellen.. Manche Stuten haben den Eisprung erst nach der Rosse, dann sind die Spermien schon abgestorben und es findet keine Befruchtung statt. Hier ist es ratsam vor der Besamung den Tierarzt eine Ultraschalluntersuchung machen zu lassen, damit er feststellen kann wie der Follikel steht. Die meisten Stuten sind während des Fellwechsels am fruchtbarsten.

Komplikationen während der Trächtikeit

Ein Verfohlen der Stute kann durch einen Virus (ansteckend) verursacht werden aber auch durch Bakterien in der Gebärmutter, meist bei Stuten mit schlechtem Scheidenschluss, oder durch fiebrige Erkrankungen der Mutterstute, auch eine plötzliche Umstellung auf ungewohntes Futter oder das Füttern von schimmligen und verdorbenen Futter , eine unzureichende Vitamin und Mineralstoffzufuhr sowie ein Eiweißmangel und auch Stürze, Überanstrengungen und Transportstress können zu einem Verfohlen führen. Bei einem Virusabort steckt sich die Stute mit dem Erreger für seuchenhaftes Verfohlen über die Atemwege an. Die Mutterstuten zeigen nur kurzzeitiges, geringes Fieber und wässrigen Nasenausfluss, weshalb die Infektion meist nicht erkannt wird. Fohlen erkranken dann jedoch an hohem Fieber, Husten und oft an einer anschließenden Lungenentzündung. Ist die Mutterstute geimpft kommt es selten zu einer Ansteckung und dem Verfohlen. Ein Virus- Abort passiert immer gegen Ende der Trächtigkeit, in der Regel plötzlich und ohne erkennbare Anzeichen. In jedem Fall muss der Tierarzt verständigt werden und das Fohlen und die Nachgeburt untersuchen, bei einem nachgewiesenen Virus-Abort (diese Untersuchung zahlt die Tierseuchenkasse), aber eigentlich schon beim erkennen eines Verfohlens sollte die Stute von den anderen tragenden Stallgenossen isoliert werden um eine Ansteckung in jedem Fall zu verhindern. Auch die Pferde aus den angrenzenden Boxen sollten entfernt werden. Vor allem das Fruchtwasser ist hoch ansteckend. Sollte die Stute auf der Koppel gefohlt haben, ist diese für 14 Tage zu sperren. Der Stall ist mit zweiprozentiger Natraunlauge zu desinfizieren. Hochtragenden Stuten sollten genügend Bewegung bei Wind und Wetter ermöglicht werden, denn Bewegung, Licht, frische Luft und das Leben in der Herde fördern den Allgemeinzustand. Sollte sich die Stute auf der Weide nicht bewegen, kann man auch spazieren gehen.

 
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