Bezirksverband Hessen im Hannoveraner Verband e.V. Drucken

Bezirksverband Hessen im Hannoveraner Verband e.V.

 

Aufgrund der eher kleinbäuerlichen Struktur war Hessen für die Pferdezucht nicht prädestiniert. Denn noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Hessen auf die Zucht von Kaltblütern geprägt. Die Warmblutzucht wurde später überwiegend auf einer Oldenburger Grundlage aufgebaut. Partner der Hessischen Züchter ist seit jeher das 1869 gegründete Hessische Landgestüt Dillenburg. Aber auch das preußische Hauptgestüt Beberbeck, das dem Dillenburger Landgestüt die Hengste stellte, leistete seiner Zeit große Dienste. In den 60er und 70er Jahren gab es zwei Pferdezuchtverbände in Hessen. Zum Einen den Pferdezuchtverband Kurhessen-Waldeck und zum Anderen Hessen-Nassau, die 1972 zum Verband Hessischer Pferdezüchter e.V., mit Hauptsitz in Kassel, zusammengeschlossen wurden. Ab 1995 wurde dann Alsfeld Hauptsitz und Pferdesportzentrum des hessischen Verbandes. Die Partner der Züchter waren in der Zeit das Landgestüt Dillenburg und die Privathengststationen wie Gestüt Wäldershausen, Gestüt Tannenhof, Gestüt Brookhouse Stud und Gestüt Burghof/ Brodhecker. Aufgrund der rückläufigen Mitglieder- und Stutenzahlen wurde die Diskussion über einen Zusammenschluss mit einem anderen Zuchtverband immer lauter. Als 1995 der Zuchtverband Hannover sein Gebiet auf das Bundesland Hessen ausdehnte und sich einige hessische Züchter in der Vergangenheit schon dem Hannoveraner Zuchtverband angeschlossen hatten, war der Anlass für eine Entscheidung über einen Zusammenschluss gegeben. Am 1.Juli 2005 wurden die Verhandlungen einstimmig entschieden und der bisherige Verband Hessischer Pferdezüchter e.V. ging in den Verband hannoverscher Warmblutzüchter e.V. mit dem Status eines Bezirksverbandes, über. Seitdem steht das Pferdezentrum Alsfeld als Ausbildungs- und Absatzzentrum für die Züchter in Niedersachsen und Hessen zur Verfügung. Aber auch die Pferdezucht hat sich in Hessen verändert. Wurden früher die Zuchtpferde mit Trakehner- und Vollbluthengsten wie Thor, Kosmos, Mandant, Hagedorn, Admiral xx und Usurpator xx veredelt, so wurden später Hannoveraner Hengste wie Lotse, Lützow und Matterdorn in der Zucht eingesetzt. Vor allem der hessisch gezogene Reflektor Sohn Rodgau brachte gekörte Hengste, Spitzenstuten, Championats-,Auktions- und Sportpferde. Erfolgreiche jüngere Hengste sind zum Beispiel Dartagan, Chequille Z und For Keeps. Die berühmtesten hessischen Pferde sind wahrscheinlich Halla von Oberst unter Hans-Günter Winkler, Metaxa von Matterhorn unter Reiner Klimke, Nektar von Nelson unter Karin Rehbein aber auch der von Helena Weinberg erfolgreich international gerittene Furioso Sohn Ferdinand oder Point to Point unter Elmar Lesch in der Vielseitigkeit.

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