Sachsen-Thüringen Drucken

Pferdezuchtverband Sachsen-Thüringen e. V.

Seit dem 16. Jahrhundert findet in Sachsen ein planmäßige Pferdezucht statt. Jedoch war die Pferdezucht eng mit den jeweils regierenden Fürstenhaus verbunden und so wurden je nach Geschmack Beschäler aus Oldenburg, Friesland, Holstein und auch Neapolitaner genutzt. Einen Aufschwung genoss die Pferdezucht vor allem unter August des Starken, der das Gestüt Graditz bauen ließ. Ab 1866 erlang dieses Gestüt als preußisches Hauptgestüt große Bedeutung für die Pferdezucht. Eine Steigerung der Qualität erfuhr die Zucht durch die Gründung des Landgestütes Moritzburg 1828 und durch die Festlegung eines einheitlichen Zuchtzieles für das Schwere Warmblut. Die Zucht von Pferden für den Landwirtschaftlichen Bedarf bestimmte lange das Zuchtgeschehen in Sachsen, um diesem Bedarf gerecht zu werden wurde vor allen dingen auf Kaltblüter und Schwere Warmblüter auf der Grundlage von Oldenbugisch-Ostfriesischen Linien gesetzt. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges übernahm die "Pferdezuchtdirektion Süd" die Zuchtleitung in Sachsen mit dem Ziel aus der Grundlage Reitpferde zu züchten. Um dieses Ziel zu erreichen wurden Hannoveraner, Trakehner und Englische Vollblüter eingesetzt. Als Hengste die nachdrücklich züchterischen Erfolg hinterließen sollen der Trakehner „Ralf" der Englische Vollblüter „ Blaubart" Erwähnung finden. Nach der Wiedervereinigung wurden 1991 beide Gestüte von der Landesregierung übernommen. Der Landstallmeister des Landgestütes Moritzburg verstand es durch gute Hengstkäufe die Zuchtqualität entscheidend zu verbessern. Das schwere Warm blut heute ein Markenzeichen der sächsischen Zucht überstand den Umzüchtungsprozess der DDR nur durch Mut List und Tücke von einigen Züchtern und der Landstallmeisterin dieser Zeit. Die Pferdezucht in Thüringen und Sachsen haben über die Jahrhunderte eine fast gleiche Geschichte gehabt. Die Zucht von Kaltblutpferden auf rheinisch-deutscher Grundlage wurde in Thüringen mit besonderem Erfolg durchgeführt. Der Zusammenschluss 2005 von Sachsen und Thüringen zum „Pferdezuchtverband Sachsen-Thüringen" war die Folge dieser geschichtlichen Entwicklung mit dem Ziel einen stärkeren Verband zu bilden, dieser neue Verband orientiert sich stark an den Süddeutschen Verbänden mit dem Körplatz München.

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