Pferdezuchtverband Schleswig-Holstein

Die Pferdezucht im Land zwischen Nord und Ostsee,auf dem Gebiet des Bundeslandes Schleswig-Holstein gelegen, hat eine lange und sehr erfolgreiche Tradition. Auf Grund bester klimatischer und landschaftlicher Gegebenheiten werden in diesem Landstrich seit über einem Jahrtausend Pferde gezüchtet. Bereits um 450 n.Chr. fand die Zucht ihren ersten Eintrag in die Geschichtsbücher durch die Brüder Hengis und Horsa Häuptlinge der Angel und Sachsen die von der Westküste Schleswig –Holsteins nach Britannien übersetzten. Im frühen Mittelalter erfolgte die erste erfolgreiche Epoche, gegründet auf 4 Standbeinen „Klöster", „Adel", „Dänisches Krone"und  „Bauerntum", beeinflusste die Holsteiner Zucht erstmals die Pferdezucht weit über die Landesgrenzen hinaus. In diese Zeit wurde auch das  Landgestütes Celle gegründet, auf das die Holsteiner Zucht nachweislich einen großen Einfluss hatte. Das Holsteiner Pferd war zu dieser Zeit so beliebt, dass es zu einem Ausverkauf kam, dieser hatte zur Folge, dass die Preußische Gestütsverwaltung das Schleswig- Holsteinische Landgestüt Traventhal gründete mit dem Ziel Pferde für die Armee zu züchten. Dieses geschah im Jahr 1867, als Gegengewicht gründeten die Bauern 1891 den Holsteiner Verband und 1894 die Reit und Fahrschule, beides in Elmshorn .Nach dem zweiten Weltkrieg und dem Rückgang der Pferdezucht in Schleswig-Holstein kam es zur Auflösung des Landgestütes und der Übernahme der Hengste durch den Verband. Damit ist der Holsteiner Verband der einzigste Verband in Deutschland der über eine eigene Hengsthaltung verfügt. In dieser Zeit begann auch der Umzüchtungsprozess, dieser wurde zu erst hauptsächlich mit Englischen Vollblütern begonnen die Hengste Cottage Son xx, Marlon xx, und Ladykiller xx konnten jeweils eine eigene Linie begründen. Sehr bedeutend für die Zucht des Holsteiner Pferdes dieser Zeit, waren auch die Vollblüter Sable Skinflint xx und Waldenser xx, diese sorgten mit ihren Nachkommen für sehr gute Sportpferde. Um das Jahr 1970 wurde die Vollblutzufuhr stark eingeschränkt und man begann die Phase der Konsolidierung. In dieser Phase wollte man nicht ganz auf fremdes Blut verzichten, es begann die Blütezeit von neuen Hengstlinien in Holstein, die oftmals ihren Ursprung in Frankreich hatten. Cor de la Bryere war der wichtigste von ihnen er ist der Begründer einer waren Hengstdynastie deren Bedeutung bis heute anhält. Alme Z hat ebenfalls den Holsteiner Pferden seinen Stempel aufdrücken können, obwohl er nie im Hochzuchtgebiet deckte. Ein weiterer bedeutender Franzosischer Hengst ist Silbersee, er konnte sich vor allen Dingen als Hengstvater einen Namen machen. Ingesamt waren 8 SF Hengste in dieser Zeit für Holstein zugelassen. Die großen anderen Liniebegründer dieser Zeit waren Landgraf und Lord zwei Söhne des Ladykiller xx . Landgraf deckte von 1969-1997 in Holstein und hinterlies eine sehr große Anzahl von Spitzenhengsten und Sportpferden von internationalem Format. Seine Mutter stammt vom Hengst Warthburg ab im Hintergrund des mütterlichen Pedigree ist auch der bedeutende Vollblüter Anblick xx zu finden. Lord wirkte von 1970-1993 und kann mit seinen Enkeln und Söhne auch heute noch großen Einfluss auf die moderne Zucht nehmen. Die Blutlinien die dieser Dreiviertelblüter vereinte machten ihn sehr interessant, in seiner Mutterlinie findet sich der Vollblüter Cottage Son xx wieder.  Ramiro beeinflusste viele Pferdezuchten in Europa, in Holstein findet man seine Gene oft auf der Seite der Hengstmütter. Im Jahr 1975 wurde in der Elbmarsch bei der Familie Thormählen ein Hengst geboren der eine neue Epoche der Holsteiner Pferdezucht einleitete, Capitol ein Sohn des Capitano aus einer Maximus Mutter. Dieser Hengst war lange Zeit der weltbeste Vererber für Springpferde. Seine Nachkommen vor allen Dingen seine Söhne Cassini I und II und Cantus verhalfen ihm zu Weltruhm. Die Bedeutung seiner Nachkommen halten bis zur heutigen Zeit an so war im Jahr 2009 ein Sohn des Cassini I der Körsieger in Holstein. Die enge Blutführung bei der Holsteiner Pferden veranlasste den Verband immer wieder nach Hengsten zu suchen die auf dieser Stutengrundlage einen Zuchtfortschritt erzielen konnten . Der erfolgreichste Hengst der jüngeren Geschichte dem dieser Zuchtfortschritt gelang war der Französische Hengst Quidam de Revel, sportlich selbst bis zu den Olympischen Spielen erfolgreich, hinterließ er in Holstein eine ganze Reihe hervorragender Pferde. Ein Beispiel dafür, dass er sehr gut auf die vorhandene Stutengrundlage passte sind die Nachkommen auf dem Hof Thormälen in Kollmar.Auf diesem Hof wurden die Hengste Quite Capitol aus der Vollschwester zu Capitol gezogen und der Hengst Quite Easy aus der Birte von Landgraf I – Maximus. Die Holsteiner Pferdezucht ist weltweit führend in der Zucht von Springpferden und kann in allen anderen Disziplinen immer wieder mit sehr guten Pferden aufwarten. Der Vielseitigkeitssport könnte eine neue Hochburg der Holsteiner werden, Marius trägt einen Holsteiner Brand und Topreiter wie Andrew Hoy haben Holsteiner Bundeschampions unter ihrem Sattel.

 


 
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